
Insel Lembongan
21. Oktober 2008Pulau Lembongan ist eine der drei großen vorgelagerten Inseln, östlich vor Bali.
Solch ein Speedboat brachte uns es von Sanur aus in einer Stunde Überfahrt(55000 Rp) auf die Insel.
Für überteuerte ca. 800000Rp kann man auch von NusaDua aus übersetzen.
Will man zu einer bestimmten Unterkunft, bitte schon in Sanur fragen, wohin genau auf Lembongan das jeweilige Schiff fährt.
Und so schaut der größte Strand von Lembongan aus:
An der dem offenen Pazifik zugewandten Seite der Insel, wiegt schroffe Steilküste mit fetter Brandung vor.
Lembongan bietet jede Menge Unterkünfte zwischen 12 und 200 Dollar die Nacht.
Wir wählten etwas recht einfaches. Man wohnt in romantischen Hütten im Lombokstil.
Die rein hinduistische Bevölkerung lebt hauptsächlich und nicht schlecht von Agar-Agar, eines geleehaltigen Seetangs, der vor allem in der Kosmetikindustrie und als Gelatineersatz Verwendung findet.
AgarAgar wird in den flachen Küstenbereichen in regelrechter Unterwasserlandwirtschaft angebaut,
und schon nach 2 Monaten geerntet.
In den Dörfern liegt überall der kostbare Tang zum trocken aus.
Eine kleine Familie kann durchaus 300-500US$ monatlich damit verdienen, weit mehr und klimaunabhängiger als kleine Reisbauern in Bali erwirtschaften.
Allerdings müssen fast alle Waren des täglichen Bedarfs aus Bali eingeführt werden.
Die größte Sorge der Algenfarmer ist der stark schwankende Preis der ihnen von den chinesischen Aufkäufern geboten wird.
Sehr angenehm fand ich den fehlenden Verkehr und die wirklich freundliche Art der Insulaner.
Das hindert sie natürlich nicht daran, Touristen das Fell über die Ohren zu ziehen, z.B. bei der Mopedmiete.
Dennoch nimmt sich hier noch Jeder die Zeit für ein Lächeln und ein paar nette Worte.
Niemand muß auf das kalte abendliche Bintangbier verzichten, aber ein Nachtleben wie auf Bali, existiert nicht mal in Spuren.
Wir haben es nicht vermisst!
Lieber gönnt man sich etwas Seelenfrieden beim genießen des Sonnenuntergangs…
Die meisten Gäste kommen als Tagesausflügler, oder verbringen den Tag weit offshore surfend in den Wellen.
Mehrere Tauchschulen bieten Unterwasserausflüge zu den anscheinend noch recht intakten Korallengärten an.
Sogar ein schwimmender Wasserpark mit Riesenrutsche ankert in der großen Bucht.
Manchmal bietet sich auch die Gelegenheit, Hahnenkämpfe zu beobachten.
Zum Kitesurfen erscheint die Insel ziemlich ungeeignet, da die guten Strände auf der Leeseite liegen, und im Süden nicht nur Steilküste vorherrscht, sondern extrem schnelle, gefährliche Strömungen einen aufs offene Meer saugen können.
Selbst bei Windstille wirbelt das Meer hier mit Schaumkronen durcheinander!
Wenn überhaupt, dürfte vor allem der nördlichste Punkt, bei den Mangroven geeignet sein.
Zum Glück hatte ich das Kitezeugs erst gar nicht dabei, es wäre sowieso nur grenzwertig wenig Wind gewesen…








