Archiv für die Kategorie ‘Uncategorized’

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Wal gestrandet in Brawa, Bali

16. Januar 2009

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Heute ist ein ca. 12-14m langer Bartenwal ( Buckelwal ?) tot an den Strand gespült worden.
Sehr schnell fand sich eine große Menschenmenge ein,
bewaffnet mit Plastikflaschen.
Die Leute sammelten den Lebertran, ja einige nahmen sogar Fleisch zum essen mit.
Ich haette das Vieh ja nicht mal mit Handschuhen angefasst, der Wal stank schon ziemlich verwest, auch wenn aeußerlich die Spuren der Zersetzung noch nicht so deutlich waren.

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Man gewöhnt sich am Brawastrand bei Canggu/Bali ja daran, daß zur Regenzeit Unmengen toter Fische angespült werden.
Ich nehme an, daß dies an der Ausspülung der Pestizide aus den Reisfeldern, und an der Überflutung der Abwassertanks der Haeuser liegt.
Ja, zur Regenzeit ist das Meer an der Südwestküste von Bali nicht nur braun, sondern von Plastikmüll und wahrscheinlich auch von unsichtbaren Umweltgiften gezeichnet.

Das heutige Ereignis übertraf die durchschnittliche Masse an angespülten, toten Seebewohnern dann doch deutlich…

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Penang

9. Januar 2009

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Mit Faehre und Bus reisen wir weiter nach Penang.
Am Abend kommen wir an und sind überrascht.
Die malaysische Insel ist dicht bevölkert, viele Hochhaeuser bilden eine regelrechte Skyline.
Einzig Georgetown, die historische Altstadt ist nur zweistöckig bebaut.
Diese original erhaltene chinesische Stadt wurde vor kurzem erst zum Weltkulturerbe reklaert. Zu recht!
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Weder in Singapore noch in Kuala Lumpur oder Bangkok sind diese typischen Stadthaeuser geschlossen erhalten.
Gepraegt wird die Stadt von den Chinesen und Indern.
Es leben aber natürlich auch viele Malaien hier.
Man vermisst etwas die redselige Freundlichkeit der Thais.
Die Chinesen sind eher effizient, aber etwas grobschlaechtig und laut.

Die erste Nacht verbringen wir in einem Guesthouse nahe der Chuliastreet. Hier reihen sich Billigunterkünfte der alleruntersten Kategorie aneinander.
Am naechsten Morgen ziehen wir ins Hotel Malaysia,
die Backpackerklasse ist einfach nicht tragbar für Familien.
Unterkünfte allgemein sind eher billiger als in Südthailand.

Die wahre Sensation hier ist aber das Essen.
foodpenang
So bunt gemischt wie die Bevölkerung, so vielfaeltig sind auch die Speisen.
Billig und am besten gibts das in den Foodcourts.
Meiner Meinung nach ist Penang der Nabel SüdOstAsiens, was das Essen angeht.
Nur Thaifood gibt es natürlich besser in Bangkok.

Shopping ist auch der Knaller hier.
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Vieles ist billiger als Singapore.
Bei Elektronik und Kameras gibt es aber weniger Auswahl.
Günstiger als in Indonesien kann man hier Laptops etc. einkaufen.
Einen ersehnten neuer Laptop kaufe ich lieber online(ebay) in Deutschlad mit Garantie, und Dank Globalisierung nicht wirklich teurer.

Kleidung ist etwas billiger in Jakarta.
Dennoch, wer nicht nach Indonesien kommt, findet hier sein Shoppingparadies u.a. in dem riesigen zentralen Prangin Mall.
Auch finden sich viele Antiklaeden mit „Echt Antikem“ Kunsthandwerk von Indien bis Papua.

In den naechsten Tagen klappern wir alle Sehenswürdigkeiten mit Hilfe eines gemieteten Mopeds ab.

Gut gefaellt die Kabeltrainfahrt auf Bukit Hill.
Aus 800m Höhe kann man auf Georgetown heruntersehen.
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Oben gibt es schön angelegte Spazierwege, Restaurants und einen kleinen Vogelpark.

Die Nördlichen Straende rund um Batu Feringi sind ganz nett, schönere findet man aber ganz im Südwesten der Insel.
Vom Baden im Meer wird aber wegen Quallen abgeraten!
Auch scheint das Wasser nicht so klar wie auf Ko Lanta.

Sehr schön ist die Fahrt von Batu Feringi über einen kleinen Pass nach Belok Pulau. Die gut asphaltierte Strecke führt durch Gewürzgärten und Dschungel.
Überhaupt sind die Waelder anscheinend gut geschützt.
Trotz der zahlreichen Bevölkerung ist der Primaerdschungel noch großflaechig erhalten.

Empfehlenswert ist auch der Besuch des chinesischen Tempels Kek Lok Si.
Die Architektur und knallbunte Verzierungen sind überwaeltigend-und die Besichtigung ist etwas anstrengend.

Schön war auch der Ausflug in den botanischen Garten.
Hier kann man nicht nur freilebende Affen sehen sondern auch riesige Warane, Schildkröten und den sehr sauberen gepflegten Park. Das ganze ohne Verkehr und in etwas kühlerer Höhe.
Der Eintritt ist frei.
Ganz allgemein sind Eintritte für Sehenswürdigkeiten recht niedrig, zumindest niedriger als in Phuket und Bali.
Einzig der Schmetterlingspark verlangt 20RM=4,20Euro.

Flops:
Wenig Interressant ist der Schlangentempel.
Ungepflegt, ja fast schon eine Rumpelkammer, kaum Schlangen, und wer will schon hierherkommen, nur um sich ein Photo mit umgehaengter Phyton machen zu lassen?
Das Aquarium war genau am Mittwoch leider geschlossen,
und die traditionellen Clanjetties fand ich wenig reizvoll.
Auch bietet Air Hitam, der Stausee keine Freizeitmöglichkeiten, ja nicht mal Getraenke gibts hier zu kaufen…

Lebenshaltungskosten in Penang:
Unterkunft: einfach ab 4.- Euro/zimmer – 22.-Euro für 3Sterne Hotel
Essen: 1-3.-Euros
Motorradmiete: 5.- Euro/Tag
Bier: Großes(0,7l) 3.- Euros
Zigaretten: 1,70 Euros
Eintritte sind recht niedrigpreisig.
Damit ist Penang deutlich billiger als Phuket oder Ko PhiPhi.
Nur Alkohol und Kippen kosten mehr-außer in Lankawi, das ist zollfrei.

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Ko Lanta 2008/2009

4. Januar 2009

Aha, bereits die Faehre ist wesentlich kleiner, viel weniger Touristen besuchen Lanta, ein gutes Zeichen.
Ok, der Strand ist nicht so weis oder feinkörnig, dafür aber auch nicht dreireihig mit Standliegen gepflastert.
Das Hinterland ist auch nicht so spektakulaer, dennoch hügelig und neben Gummi und Ölpalmen auch noch mit reichlich Primaerdschungel bewachsen.
Die Bevölkerung ist fast rein muslimisch, spricht aber nur Thai, kein Malaiisch.
Es gibt eigentlich keine größere Siedlung auf der Insel.
Alles erscheint wie vor 20 Jahren.
Nicht spektakulaer, aber schön ruhig und schön.
Wir mieten uns ein Moped und fahen gleich mal die Ostküste entlang nach Old Lanta Town.
Town ist etwas übertrieben, es ist ein kleines Strassendorf
Reizvoll ist der Baustil.
Alte Holzhaeuser auf Pfaehlen stehen sich gegenüber. So sahen viel Staedte Thailands vor 20-40 Jahren aus.
Heute sieht man das sonst nirgenwo mehr.
Weiter entlang der Küste wohnt das Volk der Seagypsies.
Sie siedeln seit etwa 100 Jahren hier dauerhaft.
Angeblich haben sie sich einiges an Kultur und Sprache erhalten.
Für uns Aussenstehende Kurzbesucher erscheinen diese Dörfer eher aermlich und einfach, auch die Gesichter unterscheiden sich kaum von denen der Thais und Malaien.

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Heute haben wir die Mae Kaew Höhle angesehen.
Das war besonders für Max ein echtes Abenteuer.
Eintritt 200/100Baht.
Die Höhle ist groß, aber nicht kalt, so daß auf lange Kleidung verzichtet werden kann.
Feste Schuhe sind aber notwendig.
Nach einer halben Stunde teils steilem Aufstieg erreicht man den Eingang.
Die Höhle bietet einige kleinere Tropfsteine und mehrere große Hallen, sehr beeindruckend!
Zum Ausgang hin muß man auf allen Vieren durch einen Flaschenhals kriechen.
Nassgeschwitzt und schmutzig, aber mit leuchtenden Augen erreichen wir den Ausgang.
Das hat sich wirklich gelohnt!

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Sylvester lassen wirs am Strand krachen!
Die ganze Atmosphaehre erinnert an Ko Samui vor 20 Jahren.
Ko Lanta ist laid back und gefaellt genau deshalb.
Kurz: Kindergerechter Familienurlaub.

Kitesurfen ist fast unmöglich auf Lanta.
Es hat zwar gelegentlich Wind, doch an den Straenden der Westküste ist er ablandig und extrem böig.
An der Ost küste habe ich keinen geeigneten Strand entdeckt.

Bilder folgen…

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Phuket 2008

4. Januar 2009

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Die erste Station ist mal wieder Phuket.
Nena will sich ihre Zaehne renovieren lassen.
Leider liegen rund um Neujahr 5 thailaendische Feiertage.
So reicht unsere Zeit nicht, die komplette Wurzelbehandlung samt Brücken durchzuführen.
Nun gut, dann muß eben ein Provisorium vorlaeufig genügen.

Phuket hat sich etwas veraendert, seit unserem letzten Besuch vor fast 3 Jahren.
Es sind noch mehr Touristen da, reiner Massentouismus hier.
Verstaendlich, denn die Straende sind trotzdem wunderschön.
Doch die Unterkünfte sind nun deutlich teurer.
Das Hotel, in dem wir vor 3 Jahren für 25.- Euros wohnten, verlangt fürs gleiche Zimmer nun locker 65.- Euros.
Gut, dann suchen wir uns eben ein anderes.
Trotzdem, in Strandnaehe, gibt es kein 3Sternehotel für unter 40.- Euros.
Nur einfache Guesthaeuser in ungüenstiger Lage bieten dem Traveler mit schmalen Budget ein Dach für unter 1000.- Baht.
Auch sind die Restaurants und Bars deutlich teurer.
Schön, daß es in Karon noch „normale“ Garküchen mit leckerem Thaiessen gibt.
Hier kann man sich immer noch für 2 Euros sattessen.
Mopedmiete kostet nun 250 Baht statt 130 Baht.
In Patong ist der Bauboom völlig ausgeufert.
Hochhaeuser am Strand, und Eigentum-Ferienappartments(zu deutschen Preisen) beherrschen das Bild.
Ein eigenes Haus mit Strandblick kostet mal eben eine halbe Million Euros!
Dabei ist die Bauqualitaet nicht mit Deutschland zu vergleichen.
Kein Keller, Heizung, Regenrinne oder Doppelverglasung.
Braucht manhier ja auch nicht, aber warum dann diese Preise?
Ich frage mich wer sich da auf so einen Kauf einlaesst.
Noch dazu kann man Land ja nicht mal richtig besitzen, nur pachten. Wenn man dann noch bedenkt, daß Thailand eine gescheiterte Demokratie ist, mit fragwürdiger Zukunft…
Naja, Investoren gibt es wohl genug, wie die frisch verbaute Küste zeigt…

Kiten auf Phuket:
Der Wind kommt nun auf der Westküste offshore, so daß kiten hier nicht möglich ist.
Statt dessen gehen alle an den wenigen windigen Tagen an den Kitebeach zwischen Chalong und Rawai.
Vor allem Vormittags hat man schon eine Chance auf über 10Kn.
Es wird intensiv geschult hier.
Man kann sich auch Material leihen, pro Stunde etwa 25.-Euro.
Kurs kostet pro Stunde 30.-.
Neoprenschuhe werden empfohlen, zur Not und wenn man sicher upwind kiten kann, geht es auch ohne.
Wasser ist flach mit Stehbereich, weiter draußen leichter Kabbel.
Die Wasserqualitaet ist ganz ok aber nicht paradiesisch.

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Andere Laender, andere Ruhestörer

18. Dezember 2008

In Asien gibt es keine Rücksichtnahme.
Egal ob im Straßenverkehr oder beim menschlichen Miteinander.
Beim Autofahren fließt der Verkehr, aber Niemand würde einen anderen Autofahrer Vorfahrt gewaehren.
Ich bin mir nicht mal sicher, ob es überhaupt ein Vorfahrtsprinzip gibt.
Man draengt den Verkehr einfach zur Seite, bis sich wirklich kein Fahrzeug mehr vorbeiquetschen kann, und schon ist der Weg frei.
Aehnliches gilt auch im allgemeinen Miteinander.
Es gibt kein Prinzip der Rücksicht bzw. des Respektes der Privatzone des Naechsten.
Wahrscheinlich gibt es gar keine Privatzone.
Einzig hinter den eigenen Mauern ist man vor den Naechsten sicher-wenn man das Tor gut abschließt.

So weit so gut.
Das Ganze hat natürlich auch den Vorteil, daß man ziemlich ungeniert den nicht vorhandenen Freiraum des Anderen belegen kann.
Besonders gilt dies bei der Geraeuschkulisse.

So wetteifern die Hindutempel mit den Moscheen darum, wer die lauteste Verstaerkeranlage sein Eigen nennt.
Eigenartigerweise hört man von den christlichen Kirchen nicht mal ein Glöckchen.
Waere ja kein Problem, würde nicht in den Hindutempel oft bis Mitternacht rezitiert werden, waerend der Muezzin anscheinend die Wartefrist bis zum Morgengebet schweigend kaum ertraegt, und deshalb besonders laut gegen 5Uhr morgens ruft.
Egal, das stecken wir Mitteleuropaeer doch mit Toleranz weg.
Andere Laender, andere Ruhestörer.

Glücklicherweise findet derzeit im Dorf ohnehin keine Sportveranstaltung mit dröhnendem Technosound bis Mitternacht, natürlich paralell zum Gebet, statt.

Doch das Martyrium geht tagsüber weiter.
Kaum wird es hell, schon werden die kleinen Hüttchen in den Reisfeldern besetzt, und es wird gerufen und mit Stöcken fast ununterbrochen auf Bleche geschlagen.
Alles nur, um die schmarotzenden Vögel aus den Feldern zu vertreiben.
So schleppt man sich mürrisch zum Frühstückstisch.
Waehernd des Morgentoasts ruhen die Reisfeldarbeiter doch tatsaechlich auch.
Will man wegen dem entgangenen Tiefschlaf Mittags ruhen, so sind die Reiswaechter auch wieder in Höchstform…
Manchmal frage ich mich ernsthaft, ob die armen Arbeiter beim Laermen nicht mehr Energie verbrauchen, als sie in Form von Reiskörnern vor den Vögeln retten.

Doch was soll man sich beschweren?
Man würde auf totales Unverstaendnis stoßen.
Wahrscheinlich verstehen bayerische Almbauern auch nicht, daß Kuhglocken nerven können.
Doch welche Kuhherde bimmelt jeden Tag 8h 10m vor meinem Schlafzimmerfenster in der bayerischen Großstadt?
Abgesehen davon, erschiene mir der Klang von bayerischem Fleckvieh nicht nur heimatlicher ,sondern durchaus harmonischer, ja musischer und vor allem leiser als nicht abebbende, röchelnde Rufe und knallendes Bamm-Bamm-Bamm eines Blechschildes.

Freilich gibt es auch in Bali durchaus ungeschriebene Regeln im Miteinander.
Die hiesige Religion und Kultur ist ein einziges Regelwerk an Verhaltensvorgaben.
So gilt es als außerordentlich unhöflich, andere laut anzusprechen. Je wichtiger das Thema, desto leiser werden die Stimmen in Indonesien.

Manchmal sehne ich mich nach dem Recht auf persönliche Ungestörtheit.
Doch andrerseits kümmerts auch Keinen, wenn ich Laerme oder die Strassenverkehrsordnung mißachte(gibt es überhaupt eine in Bali?).
Kein einziger Oberlehrer oder Möchte-Gern-Hilfspolizist weist mich darauf hin, daß ich mal wieder unabsichtlich irgend eine Vorschrift verletzt haette.
Deshalb faellt es auch recht schwer, fehlerfrei die Sprache zu lernen.
Niemand will einen verbessern, dies gilt als sehr respektlos.

Ist nicht gerade das quirlende und deshalb leider auch laute Leben hier ein Grund, warum mich Asien immer wieder anzieht?

Und dann gibt es auch die relativ stillen Momente.
Nach Sonnenuntergang kann ich mich jetzt gerade endlich zurück lehnen,
dem gar nicht so leisen Klangteppich der Grillen und Frösche lauschen.
Ein Genuß, Leben pur.
Bis das Abendgebet der in Bali dominanten Religionen wieder die Besinnlichkeit wegfegt…

P.S.: Wenn mich die Leute aus dem Reisfeld morgen wieder um 6Uhr wecken, dann kaufe ich mir wirklich eine der riesigen Wasserpistolen mit Extratank und Druckbehaelter und besorge es allen Reisfeldvogelerschreckern…